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KUNSTtag 2021

1 Siegerlandmuseum
2 KuKu – Produzentengalerie
3 Kunstverein Siegen
4 ASK
5 Museum für Gegenwartskunst
6 Bruchwerk Theater
7 gruppe3/55 e.V.
8 Art Galerie Siegen

Vollbildanzeige

PROGRAMM

KunstWege am Siegerlandmuseum

als Open Air Veranstaltungen

„Das Museum im Oberen Schloss ist leider geschlossen, doch das Gelände inklusive dem Schlosspark geöffnet, sodass das Gebäude zumindest von außen besucht und erkundet werden kann.“

KuKu – Produzentengalerie -„drinnen und draußen“

Im Garten der Galerie zeigen wir eine Installation mit dem Titel „Barbie“, bei der es um erstaunliche Entdeckungen geht, wenn man sich anschickt nach draußen zu gehen und Kunstwege zu erschließen. Die Installation ist Teil einer Ausstellung mit Arbeiten von Schumann und Suttner (Malerei/Fotografie).

Den Titel der Ausstellung „drinnen und draußen“ verstehen wir als Metapher für eine zunehmende Irritation im gesellschaftlichen wie kulturellen Leben. Die Definition von „drinnen“ und „draußen“, mit der bislang privates und öffentliches Leben sorgsam unterschieden und auseinander gehalten wurden, vermischen sich zunehmend und schaffen Irritationen und Befremdung. In unserer Ausstellung spielen wir mit unterschiedlichen Bildern aus dem Bereich des Privaten wie des Öffentlichen und setzen beides in einen Zusammenhang. 

Geplant ist eine Ausstellung mit aktuellen Arbeiten von Schumann und Suttner, sowie zwei Installationen im Innen- wie im Außenbereich (Garten der Produzentengalerie).

Kunstverein Siegen „Window Shopping”

Installationsansicht: Window Shopping, Alexandra Leykauf, “Fenster”, 2021, Foto: Heinrich Holtgreve 

In der Ausstellung „Window Shopping“ treten die Künstlerinnen Eva Berendes und Alexandra Leykauf in Dialog und beziehen sich auf architektonische Elemente des Übergangs von Außen nach Innen. Die ortsbezogene Installation von Alexandra Leykauf ist jederzeit in den Schaufenstern des Haus Seel von außen sichtbar. Mittels Stoffen, Kleidungsstücken sowie einem Rattanrollo kreiert die Künstlerin landschaftliche Motive: Tücher wirken wie Wolken, Strümpfe wie Bäume, ein Rock wie ein Vulkan.  

ASK: Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler e.V. – “OUTSIDE IN/ INSIDE OUT“

Alle Interessierten sind aufgerufen, ab dem 25.04.2012 unter “ask-event.de” Bilder, Gemälde, Zeichnungen, Fotos oder Videos zu beliebigen Themen als Ihren Beitrag zum Event OUTSIDE IN > INSIDE OUT hochzuladen.

Die eingehende Material wird gesichtet, gegebenenfalls als Ausgangspunkt für eine “schnelle Kunst” oder unkommentiert verwendet. Die bearbeiteten und unbearbeiteten Einsendungen werden in der Kölner Straße 27 (ehemals “Hees Bürowelt”) gezeigt.

Die Verarbeitung, Bearbeitung der gesendeten Bilder und Videos könnte neben gedruckter Form auch in Form von Video/Videoexperiment/Morphing/AI erfolgen. Ein Bildschirm in einem ausgesparten Bereich der Fensterfläche zeigt die Clips im Loop, sodass sich das Publikum auch vor Ort ein Bild des künstlerischen Events machen kann.

Kai-Uwe Körner, Oliver Weingarten

Museum für Gegenwartskunst

Innen „Mariana Castillo Deball. Amarantus“
„Von Erde schöner. Die Sammlungen des MGKSiegen
Außen 
„MGKWalls. Christine Sun Kim und Thomas Mader. Find Face”
„Michael Beutler. Fliegender Markt”

Christine Sun Kim und Thomas Mader, Find Face, 2021, MGKSiegen, MGKWalls, Courtesy die Künstler, Foto: Philipp Ottendörfer

Das MGKSiegen knüpft Kunstwege in den Stadtraum hinein: Für „MGKWalls“ haben Christine Sun Kim und Thomas Mader eine Wandarbeit im Museumsfoyer und eine korrespondierende Videoserie für die LED-Wand an der Außenfassade geschaffen (Projekt „Find Face“). Gemeinsam mit dem Bildhauer und Installationskünstler Michael Beutler und verschiedenen Siegener Kulturakteur*innen entsteht die ortsbezogene, begehbare Außeninstallation „Fliegender Markt“ am unteren Schloßplatz. 

Bruchwerk Theater  Einblick ins Innerste (12-16 Uhr)

Atelier Wohlstandsmüll

Teresa Pešl bietet Einblick in ihr jüngst entstandenes Altkleiderlabor. 

Es interessiert sie nicht nur, welche Ideen und Kreationen aus dem textilen Konsumgut in zweiter Hand erwachsen, sondern auch, wie nachhaltige Lösungen für den Umgang, die Umnutzung, die Neuverteilung von kurzlebigen Modegütern gefunden werden können. Nun sag´, wie hast du´s mit dem Konsum? Probanden gesucht, Konsumenten, Diskussionspartner, Modeopfer, Rebellen, eigentlich alle.

gruppe3/55 e.V. – trans_port

Ungefähr 3,0m x 1,7m x 1,9m (Länge, Breite, Höhe) misst in diesem Sommer der Ausstellungsraum der gruppe 3/55. Der Kleinbus ist ein klassisches Transportmittel, das wir zur Überbrückung von Raum und Zeit nutzen. In der aktuell erstarrten und kontaktarmen Zeit steht unser Transporter für Bewegung und wird als zwischenmenschliches Verbindungselement eingesetzt. 

Mit 4 Rädern, einem Ladevolumen von ca. 10 m³ und damit genug Raum für Kunst im Provisorium, sind wir am Kunsttag , den 09.05.21 im Stadtraum Siegen unterwegs und machen an verschiedenen Standorten , z.B. beim Kunstverein, dem Bruchwerk Theater, bei Fuck being creative in der Juliusstrasse Zwischenstopps und tauschen Bilder, kleine Objekte und andere skurrile Kunstgegenstände aus. Die Aktionen an den Stationen werden mit Foto und Film dokumentiert und digital kommuniziert.

Mit unserem Projekt trans_port überbrücken wir am Kunst-Tag und über den gesamten Kunst-Sommer verteilt immer wieder Distanzen. Wir liefern und übertragen Unterschiedlichstes: Bilder, Töne, Informationen, Nachrichten, kleine und große Dinge- Nützliches und Unnützes, Festkörper oder flüchtige Phänomene. 

Beteiligte Künstler*innen: 

trans_port I     gruppe 3/55 e.V.                                             09.05.21

trans_port II    Johanna Dörr / Jana Velasquez Zuniga       06.06.21

trans_port III   Nijole Schaffmeister                                      04.07.21

trans_port IV   Thomas Greiner / Sabine Ullrich                 08.08.21

trans_port V    Silke Krah / Stephanie Wiebusch                 22.08.21

Art Galerie Siegen – Thomas Kellner “Balkehüüser un Riewekooche” 

Thomas Kellner setzt auf den Spuren der Bechers Häuserfronten in Szene. In einer Serie von 19 Architekturfotografien zeigt der Künstler ausgesuchte Eiserfelder Fachwerkhäuser in ihrem heutigen Zustand. Als historischer Vergleich stellt er den Becherschen Schwarzweiß-Aufnahmen der 1960er Jahren seine eigenen Bilder entgegen. 

 Dokumentarische Fotografie, Fachwerkhäuser aus der Region um Siegen, zeitlose Abbilder von Kultur und Gesellschaft im Siegerland. Diese Aufzählung scheint unweigerlich auf die bekannten Arbeiten von Bernd und Hilla Becher anzuspielen, ihre Fotografien von Fachwerkbauten und Industriearchitektur. Seit 2015 passen die Aussagen jedoch auch zum Siegener Künstler Thomas Kellner, der auf den Spuren der Bechers Häuserfronten in Szene setzt. In einer Serie von 19 Architekturfotografien zeigt der Künstler ausgesuchte Eiserfelder Fachwerkhäuser in ihrem heutigen Zustand. Als historischer Vergleich stellt er den Becherschen Schwarzweiß-Aufnahmen der 1960er Jahren seine eigenen Bilder entgegen. Ohne die erkennbare Verbindung beider Werke zu beschränken, gibt Kellner den Fotografien seine eigene Handschrift und spielt „mit der Transformation in Schwarzweiß, den Verschattungen, dem Fokus auf farbig gebliebene Details, der verträumten Unschärfe im Hintergrund“. Dadurch agieren seine Fotografien als eigenständige Kunstwerke regionaler Lebensform und erfüllen parallel eine vergleichende Funktion. Indem im direkten Vergleich, ähnlich wie bei einem Suchbild, motivische und methodische Unterschiede zu den Bechers aufgedeckt werden, ist Kellners Werkserie nicht nur Spiegel einer sich wandelnden Wohnkultur und Teil der Sozial- und Wohngeschichte, sondern auch Zeugnis einer sich weiterentwickelnden, künstlerischen Fotografie. Kellners Fotografien eröffnen den Blick auf die Polarität eines Gebäudes, das durch optische Modernisierungsmaßnahmen im Wandel der Zeit verändert wurde und dem Originalbau nur noch in der Form gleicht. Die Be- und Verurteilung der sich abzeichnenden Veränderungen des Motivs ist ebenso dualistisch wie das architektonische Gebilde selbst. Es ist jedoch nicht zu verkennen, dass die Fachwerkhäuser von 2015 an Identität verloren und ein Stück weit „um ihren Ausdruck gebracht wurden“, bei Kellner aber zu einem magischen Realismus zurückkehren.